Aufgewachsen in einem bĂ¼rgerlichen Umfeld, war Oppermann frĂ¼h mit widersprĂ¼chlichen Bildern konfrontiert: idealisierte Vorstellungen von Liebe und Sicherheit standen den Erzählungen von Krieg, Gewalt und Verlust gegenĂ¼ber. Diese Spannungen prägten sein Interesse an dem, was unter der Oberfläche sichtbar wird – oder bewusst unsichtbar bleibt. Der Besuch einer surrealistischen Ausstellung im Jugendalter fĂ¼hrte zu der Entscheidung, KĂ¼nstler zu werden.
Parallel zu seinem Medizinstudium in Hamburg entdeckte Oppermann die Psychoanalyse als weiteren Denk- und Erfahrungsraum. Sie vertiefte sein Interesse an Wahrnehmungsgrenzen, inneren Bildern und dem Nicht-VerfĂ¼gbaren. Heute verbindet er in seiner kĂ¼nstlerischen Arbeit ästhetische Prozesse mit psychoanalytischem Denken. Seine Werke entstehen in langfristigen, offenen Prozessen und kreisen um Fragmentierung, Erinnerung, Auslassung und das Verhältnis von Sichtbarkeit und Verbergen.
Seine Arbeiten fanden Anerkennung in Ausstellungen im In- und Ausland, und er wurde Mitglied der dänischen KĂ¼nstlergruppe RIIMFAXE. Oppermann arbeitete mit Produzentengalerien und veröffentlichte zahlreiche Texte zu den Entstehungsprozessen seiner Werke.